Entkeimung mit UV Licht

Hier erfahren Sie die wichtigsten Informationen, die Sie bei der UV-Licht Entkeimung beachten müssen.

UV Licht und deren Strahlwirkung

UV-Licht wird aufgrund deren differenzierbaren Strahlwirkungen, welche in Nanometer (nm) angegeben werden, in UV-A-, UV-B- und UV-C Licht unterteilt. Das UV-A Licht (315-400 nm) kommt dem sichtbaren violetten Licht am nächsten und wird auch als Schwarzlicht bezeichnet. Das UV-B Licht (280-315nm) findet aufgrund der antientzündlichen Wirkung, häufigen Einsatz in der Lichttherapie und das UV-C Licht (100-280nm) ist am energiereichsten und hat keimtötende Eigenschaften. Alle drei Strahlwirkungen kommen auch im natürlichen Sonnenlicht vor, allerdings wird das UV-C Licht von der Ozonschicht in der Atmosphäre abgeschirmt und verhindert so das Erreichen der Erdoberfläche.

 Die Wirkung des Lichtes

Wie funktioniert Desinfektion mit Licht?

Um die entkeimende Wirkung des Lichtes zu nutzen, muss man auf UV-C Licht zurückgreifen. Im Wellenlängenbereich von 200 bis 300 nm wirkt UV-C Licht stark desinfizierend und kann Viren, Bakterien und Keime auf Oberflächen und in der Raumluft unschädlich machen. Künstlich erzeugte UV-C-Strahlung wird bereits seit Jahrzehnten erfolgreich zur Keim- und Bakterienbekämpfung eingesetzt. Durch den Kontakt mit der Strahlung, können Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder andere Krankheitserreger abgetötet oder deren Wachstum verhindert werden. Die Strahlung zerstört die Struktur der DNA der Mikroorganismen und inaktiviert lebende Zellen innerhalb kürzester Zeit.

 

Vor- und Nachteile von Desinfektion mit UV-C Bestrahlung

Gegenüber anderen Desinfektionsverfahren hat die UV-C Bestrahlung den Vorteil, dass auf Chemikalien verzichtet werden kann, kein Oberflächenkontakt nötig ist und daher nicht direkt auf die Oberflächen der Räumlichkeiten eingewirkt werden muss und sie hinterlässt keine Rückstände. Der Raum ist nach der Behandlung sofort beziehbar. Als Nachteil kann genannt werden, dass die Desinfektion nur für die direkt bestrahlten Oberflächen funktioniert. Zudem muss beachtet werden, dass die UV-C Lichterzeugung aktuell hauptsächlich mit Niederdruckröhren gemacht wird. Diese Lampen enthalten das giftige Quecksilber. Es ist umweltbelastend und muss in Sammelpunkten entsorgt werden. Die Alternative mit UV-C LEDs gibt es zwar am Markt, diese LEDs sind aufgrund des aktuellen Entwicklungszeitpunktes recht teuer und damit für die meisten Anwender nicht interessant.

Können UV-C Strahlen für den Mensch gefährlich sein?

UV-C Strahlen gehören nicht zu den ionisierenden Strahlen, das heißt sie können keine festen Körper durchdringen. UV-C durchdringt in der Regel kein gewöhnliches Glas, transparenten Kunsstoff oder gar feste Stoffe wie Holz, Textil oder Metall. Trotzdem können UV-C Strahlen für Mensch und auch für Tiere, vor allem für die Augen und die Haut, sehr schädlich sein. Dementsprechend ist ein sorgfältiger Umgang mit den am Markt angebotenen Geräten empfehlenswert. Man sollte sich in keinem Falle der direkten UV-C Bestrahlung aussetzen. Für die Kontaktvermeidung mit UV-C Strahlen, sorgen bei professionellen Geräten meist integrierte Sicherheitssensoren, die die Bestrahlung bei Bewegung im Raum automatisch unterbrechen. Nach Anwendung und ausreichender Lüftung, können mit UV-C Strahlen behandelte Räume ohne Bedenken wieder genutzt werden.

 

Desinfektion mit UV-C Strahlen im Vergleich zu Ozon

In Verbindung mit UV-Licht und Desinfektion trifft man immer wieder auf die Desinfektionsmethode mit Ozongas, welches durch UV-Lampen erzeugt wird. Ozon ist ein Gas, es kann Gerüche rückstandslos beseitigen und auch desinfizieren. Als Vorteil gegenüber der Desinfektion mit UV-C Licht ist zu nennen, dass das Gas überall im Raum agiert, auch an den nicht direkt zugänglichen Stellen und sogar bis in eine gewisse Tiefe eindringen kann. Damit sind die Vorteile der Desinfektionsanwendung jedoch auch schon erschöpft. Ozon arbeitet um einiges langsamer, das Gas muss sich erst im Raum ausbreiten und wirken. Daher sind sehr viel längere Anwendungszeiten nötig. Die Räume müssen vor dem Gebrauch sehr gut belüftet werden, dies erfordert nicht nur zusätzliche Zeit, sondern kann auch in Hinblick auf die Energieeinsparung kritisch hinterfragt werden. Zu beachten ist zudem, dass Feuchtigkeit für Ozon eine Barriere bildet und das Gas in Verbindung mit Feuchtigkeit zu Salpeterbildung führt. Ozon ist schwerer als Luft, es sinkt also zu Boden, ein Ozonerzeuger sollte möglichst hoch im Raum installiert werden was wiederum für mobile Anwendungen einen zusätzlichen Aufwand bedeuten würde.

Aufgrund der Wirksamkeit von UV-C Strahlen und deren Vorteile werden sie für eine immer größere Bandbreite an Anwendungen genutzt. Dementsprechend gibt es für jeden Bereich passende Produkte. Für weitere Informationen wenden Sie sich an Lichtstudio Eisenkeil.